So geht ZUSAMMEN!

75. Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl

Seit 1951 ist das mittelfränkische Dinkelsbühl zu Pfingsten das Zentrum der siebenbürgisch-sächsischen Welt. Auch in diesem Jahr wurde tausenden Besuchern ein attraktives Programm geboten. Kultur und Unterhaltung, Tradition und Brauchtum, Tanz und Musik sorgten für ein stimmungsvolles Pfingsttreffen – ein Fest der Begegnung aller Generationen.

 

CITICON sprach mit Manfred Binder, Landesvorsitzender Bayern und Vorsitzender der Kreisgruppe Ingolstadt…

Wie groß ist die Gemeinschaft in Ingolstadt und wie viele fahren im Schnitt zum Treffen nach Dinkelsbühl?

Knapp 1.500 Siebenbürger Sachsen sind Mitglied in der Kreisgruppe Ingolstadt. Das Treffen der Siebenbürger Sachsen zu Pfingsten in Dinkelsbühl ist für unsere Kreisgruppe ein fester Termin unseres Kulturkalenders. Knapp 120 Trachtenträger, unter der Leitung von Gerda Knall und Hans-Martin Gräf, stellvertretende Vorsitzende unserer Kreisgruppe, beteiligten sich am Trachtenumzug mit 3.100 Trachtenträgern. Die Siebenbürger-Banater-Blaskapelle, unter der Leitung von Hermann Mattes, führte die Gruppe an. Unsere Kinder-, Schüler-, Jugend- und Erwachsenen-Tanzgruppen traten auf. (Leitung: Gerda Knall, Melina Wagner, Jessica Meyndt und Monika Tontsch). Unzählige Mitglieder säumten den Straßenrand und nahmen an den zahlreich gebotenen Veranstaltungen teil. Unsere in Ingolstadt lebende Künstlerin Helite Tontsch-Schmid hatte unter dem Titel „Die Heimat im Herzen“ Kirchenburgen-Aquarelle ausgestellt. 

 

Warum ist diese Tradition so wichtig?

Alle Traditionen sind wichtig! Sie weisen auf unsere Wurzeln hin, bieten Heimat im Herzen, Begegnung mit Vertrautem und gelebte Gemeinschaft. In diesen Zeiten, in denen das Trennende oft lauter als das Verbindende ist, ist unser Miteinander ein kostbares Gut. Unsere Gemeinschaft lebt vom Zuhören, vom Erinnern – aber auch vom Mut, weiterzugeben an die nächsten Generationen.

 

Wie aktiv ist der Nachwuchs bzw. haben auch junge Menschen Interesse daran, die Traditionen zu leben?

Ein klares JA. Es ist uns gelungen und das nicht nur in Ingolstadt: Kinder und Jugendliche finden Spaß an unseren alten Bräuchen und machen begeistert mit, zum Beispiel in der Kinder-, Schüler- oder Jugendtanzgruppe, die sich in unserem Vereinsheim wöchentlich zur Tanzprobe treffen. Auf unseren vielen Veranstaltungen, wo Gemeinschaft großgeschrieben wird, werden sie von klein auf sensibilisiert. Für Dinkelsbühl organisiert die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland (SJD) auch immer ein eigenes Programm. 

 

Dinkelsbühl ist ein Treffen aller Generationen. Die Jugend hat wahrscheinlich wieder am Entenweiher gezeltet? 

Genau. Auch das – fast schon traditionelle – wechselhafte Wetter und die wenigen Fahrzeuge, die aus der Wiese befreit wer-den mussten, konnten die durchwegs gute Stimmung nicht trüben. Ein besonderes Highlight war der Stand der SJD Bayern, der am Samstagvormittag frisch gezapftes Bier und Leberkässemmeln anbot. Auch die SJD-Musikgruppe „offbeat“ sorgte mit einem schwungvollen Auftritt für einen energiegeladenen Start in den Tag.

 

Was nehmen Sie in diesem Jahr mit aus Dinkelsbühl? 

Ich greife gerne nochmal das Motto des diesjährigen Treffens der Siebenbürger Sachsen auf: „Zusammen – Seite an Seite“, um Gemeinschaft zu vermitteln, Solidarität und Gleichheit. „Zusammen – Seite an Seite“, weil Stärke nicht vom Einzelnen kommt, sondern vom Miteinander. Und das sollten wir uns alle täglich vor Augen halten!

Aus Ingolstadt hat auch in diesen Jahr wieder die Trachtengruppe der HOG-Großscheuern (Mitglied der Kreisgruppe)  unter der Leitung von Udo Müller teilgenommen.

 

 

Gefällt Ihnen der Artikel?

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Auf LinkedIn teilen
Auf WhatsApp teilen

Hinterlassen Sie uns ein Kommentar

Weitere Artikel

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner