Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin
12. – 22. Februar 2026
22 Filme werden im Berlinale Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren, darunter ein Debütfilm, ein Animationsfilm und eine dokumentarische Form. Produktionen aus 28 Ländern sind vertreten. 20 Filme werden als Weltpremiere gezeigt. Bei neun Filmen haben Frauen Regie oder Co-Regie geführt. 14 Filmemacher*innen haben in der Vergangenheit Werke bei der Berlinale präsentiert, sechs von ihnen bereits im Wettbewerb.
„Wir haben so viel gefunden, in das wir uns im diesjährigen außergewöhnlich starken Wettbewerbsprogramm verlieben konnten. Und wir sind so überzeugt vom Charme dieser 22 Filme, dass wir unerschrocken sagen: ‚Wer hier nichts zum Lieben findet, liebt das Kino nicht!!‘ Satirische und formalistische Komödien, Genrefilme, ein psychologischer Thriller, eine Liebesgeschichte, eine Selbstliebesgeschichte, Anime, ein Western… diese 22 Filme zeigen, wie vielfältig großartiges Kino im Jahr 2026 ist. Jeder Einzelne ist kunstvoll gestaltet und erfüllt sein eigenes künstlerisches Versprechen. Wir können es kaum erwarten zu sehen, welche Filme am 21. Februar von Wim Wenders’ Jury mit dem Goldenen und den Silbernen Bären ausgezeichnet werden“, sagt Intendantin Tricia Tuttle.

No Good Men eröffnet die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin
Es ist der dritte Spielfilm der preisgekrönten afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat: „Weil ich in einer zutiefst patriarchalen afghanischen Gesellschaft groß wurde, glaubte ich lange nicht an gute Männer. Erst später entdeckte ich, dass es eine andere Realität gibt. Ich hoffe, dieser Film schenkt jungen Frauen Zuversicht und zeigt jungen Männern, was möglich ist.“ No Good Men wird am 12. Februar 2026 als Eröffnungsfilm im Berlinale Palast präsentiert. „Shahrbanoo Sadat gehört zu den spannendsten Stimmen des internationalen Kinos. No Good Men löst das Versprechen ihrer ersten beiden Filme eindrucksvoll ein. Auch in ihrem neuesten Werk rückt Shahrbanoo Sadat erneut das Leben afghanischer Frauen in den Mittelpunkt und verbindet eine mitreißend politische Geschichte mit Romantik und feinem Humor. Dass der Film wahre Begebenheiten aufgreift und seine Entstehung für die Regisseurin mit großen Risiken verbunden war, macht No Good Men zu einem umso eindrucksvolleren Auftakt der 76. Berlinale,“ kommentiert Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle. Der deutsche Kinostart ist am 27. August 2026.

Wim Wenders wird Jurypräsident der Berlinale 2026
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin freuen sich, dass der deutsche Regisseur, Autor und Fotograf Wim Wenders den Vorsitz der Internationalen Jury der 76. Berlinale übernehmen wird.
„Wim Wenders zählt zu den einflussreichsten Stimmen des internationalen Kinos. Seit sechs Jahrzehnten bereichert er die Filmwelt mit Werken, die uns durch ihre Menschlichkeit und ihren Sinn für das Wunderbare berühren und begeistern. Seine unerschöpfliche Neugier und seine meisterhafte Beherrschung der Filmsprache spiegeln sich in jedem seiner Filme wider — sei es, wenn er die Kunst anderer beleuchtet oder unsere eigene Suche nach Sinn und Verbindung ins Bild setzt. Zu sagen, dass wir stolz auf diesen außergewöhnlichen Künstler sind, wäre eine Untertreibung. Wir freuen uns sehr darauf zu sehen, wie Jurypräsident Wim Wenders die Jury leiten wird, um über die Gewinnner*innen des Goldenen und der Silbernen Bären der 76. Berlinale zu entscheiden”, sagt Festivalintendantin Tricia Tuttle.
„Es ist mir nie in den Sinn gekommen, auch nur entfernt daran zu denken, Jurypräsident in meiner Heimatstadt zu sein — bis Tricia Tuttle mich fragte. Und dann wurde mir klar: Wow! Das wird eine völlig neue Art sein, Filme bei der Berlinale zu sehen — endlich einmal jeden einzelnen Wettbewerbsfilm anzuschauen und sie alle ausführlich mit einer Gruppe intelligenter, filmbegeisterter Menschen zu diskutieren. Wie großartig kann es noch werden? Ich bin Tricia dankbar, dass sie mich zu dieser besonderen Erfahrung eingeladen hat”, kommentiert Wim Wenders.

FOTO1: © Alexander Janetzko / Berlinale 2017
FOTO2: FOTO: © Richard Hübner / Berlinale 2026
Bildunterschrift: TRICIA TUTTLE – Intendantin der Internationalen Filmfestspiele Berlin
FOTO3: FOTO: © Peter Rigaud 2023
Bildunterschrift: WIM WENDERS, Jurypräsident