Kommunalwahl 2026 – IN

DIE KOMMUNALWAHL 2026 – AM 8. MÄRZ IN INGOLSTADT

Die Kandidaten-Statements der Hauptparteien finden Sie hier (direkt Link)

Es stehen nicht nur in Ingolstadt spannende Wahlen an, aber in der kreisfreien Stadt sind die Vorzeichen besonders bemerkenswert. Der bereits gewählte Oberbürgermeister Michael Kern erwartet mit einiger Spannung, wie sich der neue Stadtrat zusammensetzen wird. Schafft es seine CSU, die landesweiten Ergebnisse von knapp 40 Prozent Zustimmung auch in Ingolstadt zu erreichen? Können die Grünen ihr bislang bestes Ergebnis mit 8 Sitzen halten? Oder ist das alles eigentlich nicht von Belang, denn eine Frage schwebt seit Langem allgegenwärtig über den Parlamenten in ganz Deutschland: Wie stark wird die AFD abschneiden und wer muss dafür Federn lassen, die großen oder die kleinen Fraktionen; vielleicht alle – wer mehr, wer weniger? 

 

Durch die vorgezogene Oberbürgermeisterwahl 2025 in Ingolstadt, die nach vorzeitiger Amtsniederlegung von Christian Scharpf (SPD) wegen eines zeitlich gebundenen Job-Angebotes aus München nötig wurde, durfte wieder ein CSU-Mann auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen. Michael Kern setze sich in der Stichwahl überraschend klar mit über 64 Prozent gegen Herausforderer Christian De Lapuente aus den Reihen der SPD durch, der von einem breiten Parteien-Bündnis gestützt wurde. Kern stand damit schon vorzeitig als OB für 7 Jahre fest, sprich, ist gewählt bis zum Ende der nach der Kommunalwahl am 8. März beginnen Stadtratsperiode. 

 

Damit kürten die Parteien zwar eine oder einen Listenführer, aber keine OB-Kandidatinnen und Kandidaten wie bei „normalen“ Kommunalwahlen. Was ist den Spitzendkandidatinnen und -kandidaten der verschiedenen Parteien wichtig? Worum geht es wem bezüglich der Zukunft von Ingolstadt? 

Die Parteien sind nach dem Ergebnis der Kommunalwahl 2020 gereiht.

Politische LandschaftCSU, AfD, SPD und Grüne im Umfragevergleich

Die Kommunalwahl 2026 findet in einem veränderten politischen Umfeld statt. In aktuellen Umfragen liegt die CSU mit 40 Prozent (2020: 34,5 Prozent) deutlich vorne, gefolgt von der AfD mit 19 Prozent – ein Plus von 4,7 Prozent.  Die Grünen verlieren im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2020 mehr als 5 Prozentpunkte und kommen aktuell auf 12 Prozent, die SPD liegt bei sechs Prozent nach 13,7 Prozent vor sechs Jahren.

 

Die Kommunalwahlen in Bayern gelten als wichtiger Stimmungstest, knapp 13 Monate nach der Bundestagswahl 2025. Der nächste Wahltermin für die Gemeinde- und Landkreiswahlen in Bayern ist Sonntag, 8. März 2026.

 

Bei den allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen gibt es bis zu vier Stimmzettel, nämlich zur Wahl a) der ersten Bürgermeisterin, des ersten Bürgermeisters, der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters b) der Landrätin oder des Landrats c) der Gemeinde- oder Stadtratsmitglieder d) der Kreisrätinnen und der Kreisräte.

 

Jede Wählerin und jeder Wähler hat zur Wahl der ersten Bürgermeisterin oder des ersten Bürgermeisters, der Landrätin oder des Landrats je eine Stimme. Für die Wahl der Gemeinderats-mitglieder und der Kreisrätinnen und Kreisräte hat jede wahl-berechtigte Person grundsätzlich so viele Stimmen, wie Gemeinderats- und Kreistagsmitglieder zu wählen sind. Wie viele Stimmen vergeben werden können, steht ganz oben auf dem Stimmzettel.

 

Anders als bei anderen Wahlen ist es bei der Wahl von Gemeinderats- und Kreistagsmitgliedern möglich, einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten unterschiedlicher Wahlvorschläge bis zu drei Stimmen zu geben. Zulässig ist es, die Stimmen durch Ankreuzen zu vergeben oder indem Sie die Zahl der Stimmen, die Sie Ihren bevorzugten Kandidatinnen und Kandidaten geben wollen, mit den Ziffern „1“, „2“ oder „3“ angeben.

Der Stimmzettel wird insbesondere ungültig, wenn a) nicht eindeutig erkennbar ist, für wen die Stimmen abgegeben werden, b) die Gesamtstimmenanzahl überschritten wird, c) zusätzliche Bemerkungen oder Kennzeichnungen angebracht wer-den, d) der Stimmzettel „leer“ abgegeben wird. Namen nur zu streichen, reicht alleine nicht aus.

 

Das dürfen Sie mit Ihren Stimmen machen: 

Sie dürfen einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten auf verschiedenen Listen bis zu drei Stimmen geben. Sie dürfen auch ein Listenkreuz setzen und damit den Vorschlag einer Partei, so wie er ist, annehmen. Es ist auch möglich, innerhalb der Liste einzelne Kandidatinnen und Kandidaten zu streichen. Werden neben einem Listenkreuz auch Stimmen (einfach oder gehäufelt) an einzelne Kandidatinnen und Kandidaten dieses Wahl-vorschlags sowie anderer Wahlvorschläge verteilt, so werden zunächst die einzeln vergebenen Stimmen gezählt und verbleibende Stimmen den nicht gekennzeichneten Bewerberinnen und Bewerbern der angekreuzten Liste in der dort aufgeführten Reihenfolge zugerechnet. Es ist ebenso möglich, die zu vergebenden Stimmen ohne Listenkreuz auf einzelne Bewerberinnen und Bewerber (einzeln oder gehäufelt, aus einer oder aus mehreren Listen) zu verteilen. Aber Vorsicht: Sie dürfen weniger, aber niemals mehr Stimmen als vorgesehen abgeben.

 

Worum geht es bei den Kommunalwahlen?

Bei den Gemeinde- und Landkreiswahlen in Bayern werden rund 39.500 kommunale Mandatsträger für grundsätzlich sechs Jahre gewählt – in den Gemeinden die ersten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister oder die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie die Gemeinderatsmitglieder, in den Landkreisen die Landrätinnen und Landräte sowie die Kreistage.

 

So arbeitet Bayern vor Ort: Die wichtigsten Aufgaben von Gemeinden und Landkreisen

Bayern gliedert sich in 2.056 Gemeinden sowie 71 Landkreise. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration betreut die Kommunalwahlen, ist Ansprechpartner für die Kommunen in Bayern und tritt für deren Belange ein. Die Aufgaben der Gemeinden zielen auf das unmittelbare Lebensumfeld ab: Sie kümmern sich um die Ortsentwicklung, die Versorgung mit Trinkwasser, Strom und Gas, die Unterhaltung von Straßen, Wegen, Plätzen sowie die Abwasserentsorgung und die Arbeit der Feuerwehr. Im Rahmen freiwilliger Leistungen sorgen Kommunen für Schwimmbäder, Sporthallen und andere Freizeiteinrichtungen, vernetzen Vereine und andere gesellschaftlich engagierte Gruppen. Die Landkreise kümmern sich um Aufgaben, die Gemeinden allein nicht leisten könnten – u.a. den Bau von Schulen, Krankenhäusern und Kreisstraßen, die Abfallbeseitigung oder das Betreiben von Jugendhilfe und Rettungsdiensten.

 

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